Nr.5
Dienstag, 16.07.2024 20:00 Uhr | Koblenz, Kurfürstliches Schloss

Nigun - Hebräische Chormusik

Was ist jüdisch? Ist es die Religion, die Tradition, die Kultur? Ist es die Sprache, die Weltanschauung, sind es die Menschen? Die jüdischen Komponistinnen und Komponisten dieses Programmes suchen nach einer gemeinsamen musikalischen Identität, für die Arnold Schönberg von ebenso großer Bedeutung ist wie jiddische Lieder und Tänze. Unterschiedlichste Herkunftskulturen werden hörbar und verbinden sich zum Teil: aus dem Jemen und Marokko oder auch Polen und Russland. Immer wieder erklingt die Fusion von Kulturen, die sich aus den Biografien der Komponistinnen und Komponisten ergeben: orientalische Melodien, westliche Harmonik, nordafrikanische Rhythmen und Verzierungen. Das verbindende Element ist oft die Sprache: Hebräisch. Die Geschichten sind immer wieder biblische und erzählen von menschlichen Urkonflikten (Kain und Abel, die Opferung Isaaks) und von einer immer noch produktiven Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln, auch wenn diese tausende Jahre in die Geschichte zurückreichen (Psalmvertonungen, Texte aus dem Hohelied, traditionelle Friedensgebete). Die meisten dieser Komponistinnen und Komponisten sind in Deutschland nahezu unbekannt, ihre Musik zeugt von der ganz besonderen jüdischen Identität, in der sich Melancholie und Schmerz, Witz und Leichtigkeit verbinden.

Werke von Menachem Wiesenberg, Yehezkel Braun, Arnold Schönberg, Ödon Pártos, Gil Aldema, Sara Shoham, Shirin Riseman, Tzvi Avni

SWR Vokalensemble
Dirigent: Yuval Weinberg

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