Nr.13
Samstag, 06.08.2016 19:00 Uhr | Boppard, Pfarrkirche St. Severus

Atemberaubend

Aus gesundheitlichen Gründen musste Hana Blaziková ihre Teilnahme am Konzert leider absagen. Für sie springt die kanadische Sopranistin Suzie LeBlanc ein. Wir wünschen Frau Blaziková eine schnelle Genesung. Wir freuen uns, mit Frau LeBlanc eine tolle Alternative gefunden zu haben! Das Programm bleibt ohne Änderungen bestehen.

Welches Instrument kommt der menschlichen Stimme am nächsten? Im 16. und 17. Jahrhundert war es der Zink, der für seine erstaunliche Fähigkeit bewundert wurde, die Gesangstimme nachzuahmen. Komponisten wie Alessandro Scarlatti oder Giovanni Bassani gaben ihm jede Möglichkeit, seine Virtuosität im edlen Wettstreit mit Sängerinnen und Sängern zu beweisen. Von Beiden wird ein immens langer Atem verlangt. Kein Problem für Bruce Dickey und Suzie LeBlanc! Wie die beiden Künstler miteinander dialogisieren, ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend!

Dickey ist einer der bedeutendsten Zinkenisten und entlockt seinem Instrument leuchtende Klänge von erstaunlicher Geschmeidigkeit, Agilität und Flexibilität. Dies gilt auch für die wunderbare kanadische Sopranistin Suzie LeBlanc. Sie konnte kurzfristig als toller und gleichwertiger Ersatz für die erkrankte Hana Blaziková gewonnen werden.

Suzie LeBlanc ist eine der bekanntesten Sopranistinnen Kanadas, gefeiert gleichermaßen für ihre Interpretationen alter wie neuer Musik. Ihre eigentliche Karriere begann, als sie für Emma Kirkby im Consort of Musicke einsprang. Seither sang sie mit zahlreichen Ensembles, wie zum Beispiel Tragicomedia, Fretwork, Hilliard Ensemble, Concerto Palatino, Amsterdam Baroque Orchestra und La Petite Bande. Im Jahr 2000 kehrte sie nach Kanada zurück, wo sie seitdem sowohl Alte als auch zeitgenössische Musik aufführt. 2011 gab sie eine Reihe neuer Kompositionen in Auftrag, beruhend auf Gedichten der mit dem Pulitzer-Preis geehrten Elizabeth Bishop; dies führte zur CD “I am in need of Music”, welche den ECMA Preis für die beste Klassikaufnahme des Jahres 2014 erhielt. Kürzlich nahm sie Peter Tognis “Responsio” für ATMA Classique auf, und wird in Kürze “The myth of Europa” und “Breathing” von James Rolfe für Centrediscs einspielen. Nach Tourneen durch Nordamerika mit den Ensembles Constantinople und Fretwork wird sie im Herbst ein weiteres Mal nach Deutschland kommen, um mit der Gruppe Mélosphère Stücke des Jazz-Pianisten Stefan Kling und des Geigers Helmut Lipsky aufzuführen. Vor kurzem wurde sie mit dem höchsten Verdienstorden Kanadas ausgezeichnet; Suzie ist auf über 60 Aufnahmen zu hören, und spielt die Hauptrolle in Rodrigue Jean’s Film “Lost song”. Sie ist die Gründerin und künstlerische Leiterin von Le Nouvel Opéra in Montréal.

Suzie LeBlanc, Sopran
Bruce Dickey, Zink
Instrumentalisten

Nicolò Corradini: Spargite flores
Sigismondo D’India:
Dilectus meus
Ma nella bocca
Giovanni Pierluigi da Palestrina:
Nigra sum
Domine quando veneris
Giovanni Felice Sances: Tempo fù ch’io t’amai
Tarquinio Merula: Nigra sum
Maurizio Cazzati: Regina coeli
Calliope Tsoupakis: Nigra sum
Giovanni Battista Bassani: Sinfonia und Arien aus dem Oratorium La Morte Delusa
Alessandro Scarlatti: Arien aus den Opern Comodo Antonino und L‘Emireno

Restkarten sind noch an der Abendkasse erhältlich

*Kat. 3 ohne Sicht
Kategorie 1 ist ausverkauft.

Restkarten sind noch an der Abendkasse erhältlich

zur Saalplanbuchung