Nr.9
Freitag, 29.07.2016 20:00 Uhr | Andernach, Christuskirche

Stimmen Armeniens

Wegen aktueller Reisebeschränkungen kann der eigentlich vorgesehene Hover State Chamber Choir nicht nach Andernach kommen. Wir freuen uns aber, dass zumindest das Hover Septett, das Vokalensemble bestehend aus den besten Sängern des Chores, kommen kann.

Keine zwei Monate nach der Armenien-Resolution des Deutschen Bundestags stellt das Festival RheinVokal das Leid des armenischen Volkes ins Zentrum eines Konzerts: Am Freitag, 29. Juli 2016, um 20 Uhr singt das Hover Septett aus Jerewan die „Heilige Liturgie“ von Komitas. Der armenische Mönch und Komponist gilt als Symbol der nationalen Tragödie: Am 24. April 1915 gehörte er zu den ersten Verschleppten des Genozids. Zwar kam er durch den Protest auch türkischer Freunde wieder frei, doch lebte er den Rest seines Lebens in geistiger Umnachtung. Das Hover Septett singt Teile seiner „Heiligen Liturgie der armenischen Kirche“ im Rahmen eines Programms, das schon beim Osterfestival in Krems und in der Pariser „Cité de la Musique“ gefeiert wurde – starke geistliche Musik, auch vom polnischen Katholiken Krzysztof Penderecki und vom estnischen Mönch Arvo Pärt. Armenische Volkslieder, gesetzt von Komitas, und zeitgenössische Werke aus Armenien ergänzen den Spannungsbogen zu einem Plädoyer für Frieden und Verständigung. Die sieben Männerstimmen des „Hover Septetts“ zählen zu den besten Musikern ihres Landes. Für gewöhnlich singen sie im „Hover Chamber Choir“, dem staatlichen armenischen Kammerchor, der aber wegen aktueller Reisebeschränkungen nicht nach Andernach kommen konnte.

Hover Septett (Vokalensemble des Staatlichen Kammerchors Armeniens)
Leitung: Sona Hovhannisyan

Komitas: Heilige Liturgie und Volkslieder
Krzysztof Penderecki: Prosimy cie
Arvo Pärt: Most Holy Mother of God
Artur Avanesov: Kyrie (2016, deutsche Erstaufführung)

*Kat. 3 ohne Sicht

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