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Freitag, 29.06.2007 20:15 Uhr | Neuwied, Abtei Rommersdorf

Tarantella

Die Faszination der Heilung jener Krankheit, die angeblich durch den Biss einer Spinne verursacht wird und seit dem Mittelalter „tarantismo“ genannt wird, bleibt bis heute ungebrochen. So verschieden wie ihre Symptome sind auch die musikalischen Formen, die sie heilen sollen. Als probates Mittel gilt seit Menschengedenken ein ritueller Tanz, der seinen Namen von der Spinne und der Krankheit ableitet: die Tarantella. Die Tarantella dient der Wiederherstellung der kosmischen Ordnung im Menschen: Um das Gift der Spinne zu überwinden, muss er das gestörte Gleichgewicht in seinem Inneren ausbalancieren. Zu diesem Zweck spielen die Musiker so lange verschiedene Tarantella-Melodien, bis der Kranke reagiert und sein Körper in Bewegung kommt. Die Heilung kann sich über mehrere Tage fast ununterbrochenen Tanzens erstrecken. So umfangreich gestaltet sich das Konzert von Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata sicher nicht. Doch die herausragenden Musiker um die charismatische Sängerin Lucilla Galeazzi und die ausdrucksstarke Tänzerin Anna Dego werden ihre suggestive Wirkung (auch auf Gesunde) nicht verfehlen.

Tänzerische und rituelle Musik aus Süditalien (14.-17. Jahrhundert)

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