Nr.1
Freitag, 27.06.2014 20:00 Uhr | Neuwied, Abtei Rommersdorf

Delirio amoroso

Für seine Höhenflüge im Sopranfach erntete Valer Sabadus den ECHO-Klassikpreis und vielstimmiges Kritikerlob. Im Eröffnungskonzert von RheinVokal 2014 begibt sich der Countertenor aus München mit Concerto Köln auf eine Zeitreise ins barocke Rom. Anno 1707 faszinierte der Soprankastrat „Checchino“ alias Francesco Besci Kardinäle wie Fürsten. Seine glockenreinen Soprantöne nutzte der junge Händel für eine spektakuläre Kantate: „Delirio amoroso“. Im Liebesdelirium folgt eine junge Frau ihrem Geliebten in die Unterwelt. Den Flug ihrer verwirrten Gedanken schildert der Sopran im Wettstreit mit einer virtuosen Solovioline, einem seufzenden Cello, einer tanzenden Oboe und verspielten Blockflöten. Ähnlich schillernd hat Händel die Arien in seiner Londoner Ode „L’Allegro, il pensieroso ed il moderato“ instrumentiert. Concerto Köln gibt den Orchesterglanz des römischen Barock und Londoner Concerti grossi hinzu.

Valer Sabadus Countertenor
Concerto Köln

Programm:
Alessandro Scarlatti: Concerto Grosso Nr. 3 F-Dur
Georg Friedrich Händel: Auszug aus Ode „L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“ HWV 55
Charles Avison : Concerto III d-Moll Nr. 3 (nach Sonaten von Domenico Scarlatti)
Georg Friedrich Händel: Introduzione und Arie „Lascia omai le brune vele“ D-Dur HWV 99 aus „Delirio amoroso“
Georg Friedrich Händel: „Se potessero i sospir miei“, Arie des Tirinto aus „Imineo”
Francesco Saverio Geminiani: Concerti grossi
Georg Friedrich Händel: „Perdere Il bene amato“, Arie des Ulisse aus „Deidamia“
Georg Friedrich Händel: „Voglio che sia I indegno“, Arie des Faramando aus „Farmando“

Liveübertragung in SWR2

Abendkasse € 30 – Freie Platzwahl
Karten unter 0 26 31 / 8 02 55 55 (Tourist-Information Neuwied)
sowie im zentralen Vorverkauf unter 0 26 22 / 9 26 42 50

Radio-Tipp am Nachmittag: SWR2 Cluster – Das Musikmagazin
Zur Festivaleröffnung “RheinVokal” am 27. Juni 2014, 15:05 bis 16:00 Uhr, auf SWR2
(Die Sendung wird aus dem SWR Funkhaus übertragen und nicht – wie im gedruckten Prospekt angekündigt – live aus Rommersdorf)