Nr.12
Sonntag, 12.08.2018 19:00 Uhr | Oberwesel, Liebfrauenkirche

Himmelstränen

Tränenreich gestalten sich die barocken Lamento-Gesänge in diesem Programm, doch es ist eine Trauer von ergreifender Schönheit, eine Klage, die Schmerz durch kunstvolle Klänge sublimiert. Wer könnte für die Interpretation dieser affektgeladenen Musik besser geeignet sein als Claire Lefilliâtre, jene universal ausgebildete und trotz ihrer Affinität zum Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts vor allem in der Alten Musik verhafteten Sopranistin, die von den Besten dieses Genres lernte: Interpretation bei Montserrat Figueras sowie Rhetorik und barocke Gestik bei Eugène Green und Benjamin Lazar, um sich eine eigenständige Haltung zur Verzierungstechnik der französischen und italienischen Musik im 17. Jahrhundert anzueignen.

Neben zahlreichen anderen namhaften Ensembles konnte sie vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit Le Poème Harmonique unter der Leitung von Vincent Dumestre den Plattenmarkt durch Aufnahmen bereichern, die sich bis dahin unerschlossenem Repertoire widmeten, Maßstäbe setzten und dafür vielfach ausgezeichnet wurden. Wenn Claire Lefilliâtre singt, weint der Himmel seine schönsten Tränen – und das Publikum vor Ergriffenheit ebenso.

Claire Lefilliâtre, Sopran
Lucile Boulanger, Diskant- und Bassgambe
Stéphane Fuget, Orgel, Cembalo und Leitung

Claudio Monteverdi:
Salve Regina
Lamento della Maddalena

Johannes Hieronimus Kapsberger:
Ancora il Rè nasce piangendo
Figlio, dormi

Girolamo Frescobaldi:
Canzon La Trombocina
A pie della gran croce

Tarquinio Merula:
Hor che tempo di dormire

Diego Ortiz:
Recercada 1 und 2

Luigi Rossi:
Toccata Settima

Giovanni Felice Sances:
Stabat Mater Dolorosa

Bartolomeo de Selma y Salaverde:
Canzon

Domenico Mazzocchi:
La Maddalena ricorre lagrime

Johann Jakob Froberger:
Lamento

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